„Freiwillige vor! Ehrenamt inklusiv"

Auftakttagung

2 Frauen stehen vor großen schwarz-weis- Portraits von Frauen. Sie tragen schwarze Kleidung und eröffnen die Veranstaltung.
Wika Schöne und Annett Lange (SEKIZ e. V.)

Auftakttagung

Das SEKIZ lud zur Auftaktkonferenz „Freiwillige vor! „Ehrenamt inklusiv“ im Autonomen Frauenzentrum e. V. ein. Auch das Netzwerk Arbeit inklusiv war dabei. Das Ehrenamt kann für viele Ratsuchende einen sanften Einstieg in den Arbeitsalltag bieten und neue Perspektiven eröffnen.


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Annett Lange und Wika Schöne (SEKIZ e. V.) eröffneten die Veranstaltung. Das Thema fand großes Interesse, und etwa 60 Personen waren anwesend.

Zu Beginn wurden zwei Fachimpulse gesetzt: Henning Baden von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), Bereich Wissenstransfer und Innovation, präsentierte grundlegende Ansätze zum Thema inklusives Ehrenamt.


Adina Hermann von den Sozialhelden Berlin hielt einen Vortrag über die Barrierefreiheit in der Kommunikation und demonstrierte, wie Barrieren abgebaut werden können – auch im digitalen Bereich und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Am Nachmittag fand eine Podiumsdiskussion mit praktischen Beispielen für inklusives Ehrenamt statt. Vertreter*innen von Kultür Potsdam (Neue Kulturwege e. V.) berichteten, dass Inklusion von Anfang an mitbedacht wurde. Selbst bei bestehenden räumlichen Barrieren wurden zusammen mit ehrenamtlich Tätigen, die eine Behinderung aufweisen, Lösungen erarbeitet. Dabei wurde deutlich, dass Inklusion ein fortlaufender Lernprozess ist.
Aikempo – Kampfkunst & Yoga, barrierefrei und inklusiv, leistete einen weiteren Beitrag. Dabei wurde klar, dass Kampfkunst nicht nur Selbstverteidigung lehrt, sondern auch Selbstvertrauen, Mut und mentale Stärke fördern kann. Zur selben Zeit wurden bestehende strukturelle Barrieren angesprochen, wie beispielsweise bei der Trainer*innenausbildung in Brandenburg.

Ein weiteres Beispiel verdeutlichte, wie ehrenamtliche Tätigkeiten den Zugang zur Arbeit ermöglichen können: Beim Zeltpunkt Montelino wurde darüber berichtet, dass der Übergang in eine Beschäftigung durch freiwilliges Engagement erfolgreich gestaltet werden konnte.

Am Nachmittag wurden außerdem Workshops abgehalten.
Im Design-Thinking-Workshop unter der Leitung von Dr. Nadja Cerulies (ABF e. V. Berlin) wurden Einsatzstellen ohne Barrieren mithilfe kreativer Methoden konzipiert.
Mit dem Workshop „Der Selbstcheck – sind wir überhaupt barrierefrei?“ von Barrierebusters Potsdam erhielten Organisationen die Gelegenheit, eine kritische Überprüfung ihrer eigenen Strukturen vorzunehmen.

Die Tagung verdeutlichte, dass inklusives Ehrenamt kein Nebenaspekt ist, sondern eine wesentliche Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Engagement auf Augenhöhe entsteht, wenn Menschen mit Behinderung von Anfang an berücksichtigt werden und ihre Fähigkeiten selbstverständlich genutzt werden können. Für das Netzwerk Arbeit inklusiv war es ein bereichernder Tag voller Anregungen für die zukünftige Arbeit.

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