Vom 20. April bis 17. Mai 2026 fanden in Potsdam die Inklusionstage statt. Der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. beteiligte sich mit dem AWO Netzwerk Arbeit inklusiv und dem Inklusionsbüro an mehreren Veranstaltungen. Gemeinsam mit vielen engagierten Menschen und Organisationen wurden Teilhabe, Barrierefreiheit und Selbstbestimmung sichtbar gemacht.
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Filmabend mit Austausch in Drewitz
Am 22. April 2026 war das AWO Netzwerk Arbeit inklusiv zu Gast an der Filmvorführung „Wir werden nie wieder Opfer sein“ im oskar. Das Begegnungszentrum in der Gartenstadt Drewitz. Organisiert wurde die Veranstaltung von „Krüppel gegen Rechts“ und dem Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Landeshauptstadt Potsdam.
Der Film stellte eindrückliche Bezüge zwischen den Euthanasie-Verbrechen der NS-Zeit und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen her. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde deutlich, wie präsent Themen wie Ausgrenzung und Unsicherheit weiterhin sind – aber auch, wie wichtig gemeinsames Engagement für eine inklusive Gesellschaft ist. Auch Jornalistin und Autorin Mareice Kaiser konnte für die Diskussion gewonnen werden.
Gemeinsam aktiv: Plakate für den Protesttag
Am 28. April 2026 war das AWO Netzwerk Arbeit inklusiv bei einer Mitmachaktion der Lebenshilfe Brandenburg-Potsdam e.V. in Drewitz vertreten. Dort wurden gemeinsam Protestplakate für den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gestaltet.
Neben dem kreativen Arbeiten standen Austausch und Vernetzung mit anderen Aktiven im Mittelpunkt. Die Lebenshilfe stellte Materialien und Räumlichkeiten zur Verfügung und ermöglichte eine offene, gastfreundliche Atmosphäre.
Stempeljagd für ein selbstbestimmtes Leben
Am 30. April 2026 brachte sich das AWO Netzwerk Arbeit inklusiv bei der Stempeljagd des neuen Netzwerks „Selbstbestimmt leben in Potsdam“ in den Bahnhofspassagen ein. In dem Netzwerk haben sich verschiedene Beratungsstellen, Initiativen und Projekte zusammengeschlossen, um Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu unterstützen und Informationen niedrigschwellig zugänglich zu machen.
An mehreren Stationen konnten Besucher*innen Aufgaben rund um Inklusion und Selbstbestimmung lösen. Das AWO Netzwerk Arbeit inklusiv war mit einer eigenen Station vertreten und lud dazu ein, Ideen für eine „Welt für alle“ kreativ festzuhalten. Bei der “Stempeljagd” gab es kleine Preise für die Teilnehmenden, der Hauptpreis, ein Meet-and-Greet mit der Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam, Noosha Aubel, sowie der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, Tina Denninger, wurde am Ende der Veranstaltung aus dem Lostopf gezogen.
Am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung beteiligte sich der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. mit dem AWO Netzwerk Arbeit inklusiv an der Protestveranstaltung „Bambule für Inklusion“ vor dem Brandenburger Tor in Potsdam. Zahlreiche Initiativen und Organisationen setzten gemeinsam ein sichtbares und hörbares Zeichen für mehr Teilhabe und gegen bestehende Barrieren.
Rosalind Honig stellte das AWO Netzwerk Arbeit inklusiv in einem kurzen Beitrag vor. Auch die Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Potsdam, Tina Denninger, sprach über die Bedeutung von Barrierefreiheit und gleichberechtigter Teilhabe. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil und sicherte ihre Unterstützung für die Anliegen von Menschen mit Behinderung zu. Die Aktion machte deutlich: Inklusion ist ein Menschenrecht und gelingt nur gemeinsam.
AkzepTanzFestival: Begegnung, Kreativität und Austausch
Beim dritten AkzepTanzFestival der Einzelfallhilfe-Manufaktur e.V. war der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. mit den AWO Inklusionslots*innen, dem Netzwerk Arbeit inklusiv, dem AWO Living Museum und dem Büro Kinder(ar)mut vertreten. Auf der Aktionsinsel ging es um inklusive Freizeitgestaltung.
Mit Materialien und einladenden Ideen aus dem AWO Living Museum konnten Besucher*innen ohne Leistungsdruck malen, zeichnen und kreativ werden. Das Büro Kinder(ar)mut war mit einer Buttonmaschine vor Ort. Dabei konnten vorgefertigte Motive genutzt oder eigene Ideen gestaltet werden.
Neben den kreativen Angeboten gab es viele Gespräche über die verschiedenen Angebote des AWO Bezirksverbands Potsdam e.V. Außerdem wurde das neue Beratungsnetzwerk „Selbstbestimmt leben in Potsdam“ vorgestellt. Ein besonderes Highlight war das im Rahmen der Stempeljagd am 30.4. verloste Meet & Greet mit Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel und der Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Tina Denninger.
Bei bestem Frühlingswetter bot das AkzepTanzFestival einen gelungenen Rahmen für Begegnung, Austausch und neue Kontakte. Der Dank gilt der Einzelfallhilfe-Manufaktur e.V., die diese inklusive Veranstaltung erneut mit großem Engagement organisiert hat.
Gründen in Potsdam? So geht´s! Selbstbestimmt in die berufliche Selbstständigkeit
Am 12. Mai 2026 veranstalteten zwei Netzwerkpartner des Netzwerks Arbeit inklusiv gemeinsam ein Treffen zu den Chancen und Möglichkeiten einer Existenzgründung für Menschen mit und ohne Behinderung: die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Potsdam und das Projekt Perspektive Selbständigkeit von Social Impact. Nach einem fachlichen Input gaben zwei Unternehmerinnen sehr engagiert und offen Einblicke in ihre Erfahrungen als Gründerinnen mit Behinderung. Danach wurden zahlreiche Fragen aus dem Publikum fachkundig beantwortet. Ein lockerer Austausch am Buffet diente zum Netzwerken und rundete die gelungen Veranstaltung ab.
Wir bedanken uns herzlich für diese gelungenen Inklusionstage 2026 und freuen uns auf das nächste Mal.
Oberbürgermeisterin in Potsdam, Noosha Aubel
Rosalind Honig (AWO Bezirksverband Potsdam e. V., Netzwerk Arbeit inklusiv) und Manuela Schulz (Einfach sprechen)
Rosalind Honig (AWO Bezirksverband Potsdam e. V., Netzwerk Arbeit inklusiv)
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